„Die Premiere des erst in diesem Jahr gegründeten “Ensample” mit

dem “Stück 01″ beindruckte mit phantasievollen Szenen und wurde

vom Publikum mit viel Beifall bedacht.“

(inherne 6.11.2015)

Ensample - Stück 01 Trailer

Was bedeutet es „aufzubrechen“? Wohin geht man? Und woher kommt man? Welche Situation, welches Gefühl und welcher Impuls regen uns zum Aufbrechen an? 


Insbesondere in der gegenwärtigen Debatte um Geflüchtete bekommt das Thema „Aufbruch“ eine große Medienpräsenz und regt uns an, auch über das Aufbrechen nachzudenken. Wieso verlässt man sein Heimatland? Und welche Konsequenzen nimmt man auf sich für eine bessere Zukunft? Was bedeutet es, loszugehen und nicht mehr zurück zu können? Neben den großen Aufbrüchen in unserem Leben sind es auch die einzelnen und kleinen, die das Leben „lebenswert“ und „schwierig“ machen … wo aus Verzweiflung die Hoffnung entsteht.


Doch nicht jeder Aufbruch ist gradlinig und auch der erste Schritt kann in einer Sackgasse enden. Soll ich nach der Schule studieren? Verreisen? Oder arbeiten? Soll ich meine Beziehung beenden und einen neuen Weg suchen? Wer bin ich überhaupt? Und wer möchte ich sein? Insbesondere im jungen Alter, wo die Entscheidungen die Zukunft gestalten und die Schüler*innen vor der großen Frage stehen „Was willst du werden?“, in der Schule, im Freundeskreis oder im Studium, ist das Thema des Aufbruchs präsent. Aber auch im hohen Alter schaut jeder Mensch auf ein Leben voller Aufbrüche zurück.


Mit dem Tanztheaterstück „Stück01“ setzt sich das jüngst gegründete Ensemble unter der künstlerischen Leitung von Kama
Frankl tänzerisch mit diesem Thema auseinander. Ausgehend von persönlichen Erfahrungen wird das Publikum in „Stück01“ auf eine Reise mitgenommen. Es zeigt die verschiedenen Irrwege des Aufbrechens und zieht die Zuschauenden an die Erkenntnis heran, dass letztendlich jede*r selber der / die Architekt*in seines / ihres Lebens und dass der Weg das Ziel ist.


Das Bauen und Rekonstruieren, die Wiederholung, das Zurückwerfen und Nichtaufgeben sind die zentralen Motive des Stückes. Dargestellt durch sieben unterschiedliche Persönlichkeiten bekommt das Publikum einen tiefgreifenden Einblick in das Thema. Die Vermischung verschiedener Impulse, Stile und Hintergründe der einzelnen Mitglieder geben ENSAMPLE seinen Namen. Hier kommen Tänzer*innen und Künstler*innen zusammen, um urbane Impulse aufzufangen und diese in verschiedenen Formen auszuprobieren. Aus dieser Situation heraus war es eine Notwendigkeit, ein Ensemble zu gründen. Zu oft werden junge Tänzer*innen und Künstler*innen von einem Projekt zum nächsten geschickt.


Dabei stellt sich doch die Frage, was passieren kann, wenn eine Gruppe sich kollektiv einem Thema widmet und an verschiedenen Fragen kontinuierlich weiter arbeitet. Mit professionellen Künstler*innen werden gemeinsam Stücke für die JUGENDKULTURBÜHNE DIE AULA in Herne und für den öffentlichen Raum erarbeitet. ENSAMPLE verfolgt das Ziel, urbane Kultur als professionelle Bühnenkunst zu etablieren. Dabei werden aktuelle Themen aus Politik und Gesellschaft aufgegriffen und künstlerisch unabhängig verarbeitet.

TÄNZER: Hermann Bär, Diana Richter, Anna-Lena Hanke, Malina Hoffmann, Sefa Küskü, Vanessa Caño, David Attenberger

CHOREOGRAFISCHE LEITUNG: Lin Verleger, Hendrik Michalski, Kama Frankl

BÜHNENBILD, LICHT UND MEDIENÄSTHETISCHE LEITUNG: Christopher Deutsch

KOSTÜM UND MASKE: Joy Zondag

PRODUKTIONSTEAM: Christopher Deutsch, Julian Rasmus Grüter, Elcim Sayguen, Sebastian Kirch

KÜNSTLERISCHE – UND PRODUKTIONSLEITUNG: Kama Frankl & Christopher Deutsch

GRAFIK: Philipp Engel / Confusion is a dialogue

Unterstützt und gefördert durch die STADT HERNE im Rahmen der JUGENDKULTURBÜHNE DIE AULA und dem JUNGEN POTTPORUS/ POTTPORUS E.V. Besonderes Dankeschön an KLAUS KOCH und CHRISTIAN HOLTKAMP für die technische Unterstützung und Zusammenarbeit